Aufhebung des Schulstandortes Wilihof und Optimierung der Schulraumplanung
Medienmitteilung
Aufhebung des Schulstandortes Wilihof und Optimierung der Schulraumplanung
Im Rahmen der langfristigen und wirtschaftlichen Schulraumplanung haben der Gemeinderat Triengen und die Bildungskommission (BIKO) nach sorgfältiger Prüfung die Aufhebung des Schulstandortes Wilihof per Schuljahr 2027/28 beschlossen. Durch diesen Schritt rückt die Schule Triengen enger zusammen.
Ausgangslage und Handlungsbedarf
In Winikon führen zyklusübergreifende Klassen (zB. 2./3. Klasse) derzeit zu häufigen Wechseln von Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen. Um mehr Kontinuität zu schaffen, werden per Schuljahr 2027/28 nur noch zyklusinterne Klassen (zB. 1./2. & 3./4. Klasse) gebildet. Dadurch wird die Zusammenarbeit unter den Klassen und im Lehrpersonenteam vereinfacht. Dies erfordert genügend Schulraum und eine organisatorische Neuverteilung.
Die Spitex Triengen hat die Büros im Schulhaus Winikon per Ende 2026 gekündigt. Dadurch besteht die Möglichkeit, diese Räumlichkeiten mit geringem Aufwand in zeitgemässe Schulzimmer umzubauen. Im Rahmen der Schulraumplanung über alle Standorte der Schule Triengen wurden verschiedene Varianten unter pädagogischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten geprüft und ihre Vor- und Nachteile abgewogen. Die Ergebnisse dieser Abklärungen zeigen, dass der Schulstandort Wilihof früher als ursprünglich vorgesehen aufgehoben werden kann. Triengen hat dadurch künftig drei statt vier Schulstandorte. Mit der Schliessung des Schulhauses können allfällige Sanierungs- und Unterhaltskosten sowie sämtliche Schülertransporte nach Wilihof eingespart werden.
Pädagogische Vorteile und neue Organisation
Die Reduktion um den Standort Wilihof lässt die Schule Triengen enger zusammenrücken und sichert den langfristig sinnvollen Einsatz von Räumen, Personal und Finanzen. Die Standorte Winikon, Dorf und Hofacker Triengen werden dafür längerfristig wie folgt neu organisiert:
- Standort Winikon (Kindergarten bis 4. Klasse): Geplant ist die Führung von je zwei Parallelklassen pro Jahrgang (zwei Kindergartenklassen, zwei 1./2. Klassen und zwei 3./4. Klassen). Dies sorgt für einen stabilen Standort und bietet den Kindern eine wertvolle Kontinuität über fünf bis sechs Jahre. Lehrpersonen profitieren von der klaren Zyklustrennung und einer gestärkten fachlichen Zusammenarbeit. Zudem fangen Mischklassen schwankende Schülerzahlen strategisch flexibel auf. Die Umstellung auf das neue Klassen-Modell wird schrittweise und der Situation angepasst erfolgen.
- Standort Dorf (Kindergarten bis 4. Klasse): Die Übergangslösung der halben Kindergartenklasse im Laurentius-Dachgeschoss wird aufgrund der steigenden Schülerzahlen aufgehoben. Ab Sommer 2027 wird diese als ganze Kindergartenklasse in Winikon geführt. Die übrigen Kindergärten behalten ihre bisherigen Standorte und die Primarklassen verbleiben im Dorfschulhaus.
- Standort Hofacker I (5. und 6. Klasse): Hier werden langfristig alle Fünft- und Sechstklässler/innen der Gemeinde zentral untergebracht. Das gemeinsame Lernen stärkt die Lernenden in dieser wichtigen Phase vor dem Übertritt in die Oberstufe und unterstützt den Übergang sowohl pädagogisch als auch organisatorisch optimal. Zudem wird die Zusammenarbeit im Unterrichtsteam und unter den Klassen einfacher. Ab wann diese Zentralisierung aller 5./6. Klassen erfolgen wird, ist zeitlich noch nicht festgelegt.
Herausforderungen und Blick in die Zukunft
Im Rahmen der Schulraumplanung wurden verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten eingehend geprüft und sorgfältig gegeneinander abgewogen. Der Gemeinderat hat auf Antrag der BIKO dem Grundsatzentscheid «Schliessung Standort Wilihof» im September 2026 zugestimmt. Den Verantwortlichen ist bewusst, dass sich die Schülerzahlen laufend verändern und deshalb eine langfristige, vorausschauende und zugleich flexible Schulraumplanung notwendig ist. Vor diesem Hintergrund mag die Schliessung des Schulstandortes Wilihof auf den ersten Blick wenig nachvollziehbar erscheinen. Dieser Entscheid wurde jedoch gezielt, mit Ausrichtung auf die langfristige Strategie, gefällt. Dass dieser Entscheid für Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, Eltern und weitere Beteiligte eine einschneidende Veränderung bedeutet, ist allen bewusst. Der vertraute Schulort und die dort gewachsenen Beziehungen haben einen grossen Wert. Die Verantwortlichen nehmen die damit verbundenen Fragen und Unsicherheiten ernst. Aus diesem Grund wird die Umsetzung sorgfältig und im Austausch mit den Beteiligten erfolgen. Ziel bleibt eine langfristig tragfähige Schulorganisation, die Kontinuität schafft und gute Bedingungen für das Lernen und Lehren bietet.
Die Planungskommission für den dringend benötigten Neubau des Hofacker-Schulhauses inklusive einer neuen Sporthalle hat ihre Tätigkeit im Januar 2026 aufgenommen. Dieses wichtige Neubauprojekt bildet zusammen mit der Umsetzung der gesamten Schulraumplanung das solide Fundament einer zukunftsorientierten Schule Triengen.
Der Gemeinderat und die BIKO sind überzeugt, mit diesen Massnahmen pädagogische Anforderungen, eine verlässliche Bildungsumgebung und eine verantwortungsvolle Finanzplanung langfristig miteinander zu verbinden.
Gemeinderat und Bildungskommission Triengen
Triengen, 13. Oktober 2026
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| Medienmitteilung_Schliessung Wilihof_21-10-2026 (PDF, 159 kB) | Download | 0 | Medienmitteilung_Schliessung Wilihof_21-10-2026 |